Montagskritik #004: BvS

bvs-txtV für… ja wofür steht das V eigentlich?

 

Zu Beginn eine Frage:

Warum Lex Luthor??

Und warum dieser kleine Scheißer? Der nervt einfach nur!
Warum nicht einfach The Dark Knight Returns verfilmen, verdammt!
Ok… Jetzt geht’s besser.

Leider nicht der beste Snyder-Film. Die Story hinkt auch ein wenig und es wurden Elemente aus verschiedenen Storys der Comics verbraten (unter anderem DK1 und Death of Superman). Eigentlich kommt es stellenweise einer Art Kunst-Film gleich, mit sehr theatralischer Musik, pompösen Bildern… und einer überflüssigen Wonder Woman.
Die hätten nicht versuchen sollen auf Biegen und Brechen JLA vorzubereiten…

Schade.

Trotz aller Kritik dennoch nicht schlecht, jedoch nicht zu vergleichen mit den Produktionen von Marvel. Diese sind einfach besser geschrieben und wirken daher auch nicht so lächerlich.
Batman V Superman zeigt sich vom Gesamteindruck allerdings ernster, dunkler, erwachsener. Das kinematografische Universum steht im krassen Gegensatz zu den Serien (man vergleiche einmal Arrow (DC) und Daredevil (Marvel)…), das gilt für beide Unternehmen.
Eigentlich lustig.

ABER…Leider, leider, leider ist die Story einfach zu schwach, weil es schon eine bessere gab! Frank Miller hatte die vor 30 Jahren schon geschrieben. Ein paar Sachen sind sogar eins zu eins übernommen worden, warum nicht einfach alles?
Naja, für Ben Affleck immer noch besser als der traurigerweise unvergessene Daredevil-Film.
Einfach coole Elemente nehmen und zusammen mixen… reicht nicht.
Die Wirkung verpufft.
Und die deutschen Stimmen haben (dank Archer) auch schon Deadpool etwas ruiniert, obwohl es in diesem speziellen Fall zugegebenermaßen gut passte.
Doch Superman mit der Stimme von Cyril… naja, war auch schon so in Man of Steel, deshalb liegt das Problem wohl bei Archer. Wer diese Serie noch nicht kennt sei deshalb vorgewarnt!
Und: Lex Luthor war der Figur aus den Comics nicht gerecht. Dieser kleine bescheuerte Irre hat nichts mit dem genialen Bösewicht zu tun. Ein riesengrosser Fehler!

Dieses Mal war Ben Affleck eine tolle Besetzung, Henry Cavill sowieso, Gal Gadot als Wonder Woman war auch eine gute Besetzung, ein bisschen mehr Oberweite hätte allerdings nicht geschadet (Wonder Woman hat nunmal einfach etwas mehr) und Alfred..mal etwas anders. Jeremy Irons macht seine Sache aber auch recht ordentlich. Nochmal zu Lex Luthor, den ich, wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, wirklich nicht ausstehen konnte: mehr als nur eine absolute Fehlbesetzung (Jesse Eisenberg), und wie schon erwähnt war die Figur einfach verdammt schlecht geschrieben und gespielt.
Ausserdem war dieser Story-Arc vollkommen unnötig und dämlich.
Das Monster (allen Anscheins nach handelte es sich um Doomsday) war einfach nicht nötig, nur ein Vorwand für Wonder Womans Auftritt und Supermans Tod.
Was mir auch auf Anhieb nicht bewusst war ist das „V“ im Titel, es steht anscheinend doch für „Versus„, aus grafischen Gründen wurde aus VS wohl V. Da muss man erstmal drauf kommen!
Interessantes Detail: Ursprünglich sollte der Titel Man of Steel 2 lauten. Mit diesem Wissen im Hinterkopf erscheint der Film in einem anderen Licht. Als Teil einer Trilogie zum Beispiel…
Und dann das „Martha„-Ding… Ich bitte euch! Also DAS hätte man wirklich etwas besser umsetzen können!
Aus meiner Sicht hätte man sich wirklich besser an The Dark Knight Returns orientiert und das Ende vielleicht ein wenig umgeschrieben um weitere Batmans drehen zu können.
Alles andere hätte ziemlich gut gepasst. Vielleicht muss ich den Film ein zweites Mal sehen um ihn als eigenständiges Werk sehen zu können.
Die Szenen aus dem Comic (Dark Knight) verpuffen leider einfach so, sind zwar ein nettes Augenzwinkern, aber das war’s auch schon. An der falschen Stelle platziert und ohne reellen Impakt.

Man fragt sich stellenweise ob Zack Snyder wirklich dafür verantwortlich war oder ein anderer dahinter steckt, denn so gut Watchmen und #300 auch waren, so „schlecht“ wirkt dieser Film im Vergleich.
Es fehlte auch an Rhythmus, was aber eine Krankheit moderner Filmemacherei ist.
Den einzelnen Figuren fehlt auch der psychologische Tiefgang der Comics (jaja, den gab es mal in den 80ern). Alles wirkt etwas wirr, es fehlt an Rahmenhandlung, was auch bei Man of Steel der Fall war. Als würden Fetzen wild aus einem wohldurchdachten Ganzen gerissen und dann in pompösen Szenen zusammengeschustert, dazu eine aufgeblasene Musik, die zugegebenermassen teils gut passt (ich wiederhole mich irgendwie…), aber Danny Elfman vermissen lässt.
Ich schau mir jetzt Tim Burtons Batman nochmal an, da passte einfach alles…(abgesehen von den 80er-Jahre-„Verbrechen“).

P.S. zu Batman: Die Reihe von Nolan war auch gut, aber auch da gab es einige Sachen die nicht so richtig passten… genau wie die Batsuits von George Clooney und Alicia Silverstone (alias Fatgirl) in dem unvergessenen „Meisterwerk“ Batman Forever. Dagegen ist jede neuere Verfilmung gelungen.

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