Montagskritik #007: The Ghostmaker

ghostmaker-b-clean„Reaktionen anderer Geister auf den Film

Anscheinend auch unter dem Titel „Box of Shadows“ bekannt, „Der Geist in der Maschine“ wäre allerdings ein ebenso passender Titel.

Der Anfang dieses Films war eher dürftig, allerdings hatte ich auch keine großen Erwartungen.
Die Schauspieler sind alle unbekannt und wirken etwas unerfahren. Am Anfang.
Im Laufe des Films wird es aber immer besser.

Die Story:
Ein paar junge Erwachsene von denen einer im Rollstuhl sitzt, finden einen Sarg, der allen Anscheins nach von einem satanistisch inspirierten Erfinder mittelalterlicher Folterinstrumente vor Jahrhunderten entwickelt und gebaut wurde.
Hinzu kommt auch noch eine Storyline in der es um Drogen geht und ein Liebe/Eifersuchts-Szenario zwischen den Protagonisten bzw. geht es um die Freundin des Einen und unerwiederte Liebe des Anderen.

Der Junge im Rollstuhl kann, sobald der Sarg seinen Geist vom Körper getrennt hat, gehen! Er wird förmlich süchtig danach, gewinnt auch an Selbstvertrauen und versucht sich auch eifrig als Spanner.

Der Sarg hat, wie zu erwarten, aber auch krasse Nebenwirkungen! So werden sie bald schon heimgesucht von einer Art mechanischem Tod!

Soviel dazu, aber macht euch bitte selbst ein Bild.

Wie bereits erwähnt, schauspielerisch alles etwas bescheiden. Die Idee ist super und auch recht gut umgesetzt in Anbetracht der Mittel.
Spätestens mit der ersten Inbetriebnahme des Sarges entfaltet der Film seine Stärken. Die für das Budget (knapp 1 Million USD) großartigen Special Effects, die dem Film ungeahnte Qualitäten bescheren, lassen auch über ein paar Schwächen des Drehbuches hinwegsehen (allerdings immer noch besser als Flash, um was Vergleichbares zu haben. Gute Effekte, schwaches bis vollkommen stupides Drehbuch mit haarsträubend dümmlichen Soap-Dialogen!).
Man muss sich allerdings auch darauf einlassen hier keinen Big Budget Hollywood-Streifen vor sich zu haben.

Mit „klassischen“ Geisterfilmen wie Ghost-Nachricht von Sam, The Frighteners oder gar Ghostbusters hat der Film insofern nicht viel gemein, weil es sich hierbei nicht direkt um einen Geisterfilm handelt. Sie verlassen nur für einen bestimmten Zeitraum ihre Körper und kehren dann wieder zurück. Eine ähnliche Thematik gab es zwar bereits in dem Film Flatliners (1990), doch hier ist die Umsetzung etwas anders.
Während Flatliners eher das Leben nach dem Tod erforscht, ist in Ghostmaker eher die besagte Trennung von Körper und Geist das Thema. In beiden Fällen bringen die Progonisten jedoch „etwas“ von der anderen Seite mit…

Alle die solche Filme wie z.B. Evil Dead, Hellraiser oder Reanimator mögen, dieser Film hier hat ein ähnliches Potential innewohnen, halt nur etwas weniger von allem…
Es ist nur etwas schade, dass es wahrscheinlich bei diesem einen Teil bleiben wird, eine Fortsetzung oder Remake hätte durchaus das Zeug zum Kultklassiker.

Ich war äußerst angenehm überrascht.

 

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