Montagskritik #009: Extinction

extinctionZombies im Eis, cooler geht nicht…“

 

Der Titel ist vielleicht nicht so gut gewählt, denn man vermutet einen Katastrophen-Film, oder irgendwas mit Außerirdischen o.Ä. dahinter, zumindest viele Spezialeffekte und Explosionen…
Wer das erwartet, der wird entweder bitter enttäuscht oder angenehm überrascht.

Es ist ein wirklich gelungener Zombiefilm. Ernst, dramatisch, atmosphärisch und düster, aber dennoch hoffnungsvoll.
Ein ganz besonderes Lob an die Musik, passte hervorragend ohne aufdringlich zu sein.

Die beiden Hauptdarsteller sind auch keine Unbekannten, es ist schön Matthew Fox (Lost) mal wieder zu sehen (in Bone Tomahawk war er auch schon ziemlich gut) und Jeffrey Donovan kennt man unter anderem aus Burn Notice der 2ten Staffel von Fargo.

Der Film scheint seine Handlung nur langsam zu entwickeln, doch das ist ein Trugschluss. Im Vergleich zu vielen neueren Machwerken nimmt er sich lediglich Zeit eine Geschichte zu erzählen und hirnloses (sigh) Rumballern findet hier kaum statt.
Und als es dann zur Schießerei kommt bleibt der Film auch hier recht konsequent, denn es gibt keine unendliche Munition und aufgrund dessen müssen auch Opfer gebracht werden.
In diesem Fall geht es um das Abschliessen einer Vorgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren und dem Mädchen (sind also 3 Hauptfiguren im Grunde), und um Wiedergutmachung.
Keine Handlung ist dümmlich oder wirkt gezwungen, die Figuren sind gut geschrieben und die Schauspieler verkörpern diese auch sehr glaubwürdig.

Ein echter Geheimtipp für alle die gute Filme mögen, unabhängig davon ob es um Zombies geht (Walking Dead hat da ja einen nervigen Trend losgetreten und Zombies plötzlich „hip“ gemacht).
Da auch hier alles in abgeschiedener eisiger Ödnis stattfindet, lassen sich Parallelen zu 30 Days of Night nicht leugnen, das finde ich aber nicht falsch.
Im Gegenteil, auch dieser Film war recht gut.

Deshalb, klare Empfehlung!

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