Montagskritik #012: Knock Knock

knocknock

„Sad Keanu – mal anders…auch wenn er hier nach einem missratenen Pewdiepie aussieht“

Eines vorab: Es gibt zwei Filme mit diesem Titel, hierbei handelt es sich um den aus dem Jahre 2015 von Eli Roth.

Beschreibung: Zwei verrückte geile Schlampen quälen hart arbeitenden Familienvater…

Das fasst es eigentlich ganz gut zusammen.

Es beginnt damit, dass die Familie unseres Protagonisten verreist. Er nutzt die Zeit um ein wichtiges Projekt zu beenden, bis… es an seiner Haustüre klingelt.
Draußen regnet es in Strömen, als er die Türe öffnet stehen zwei völlig durchnässte junge Frauen vor ihm, die nur mal eben kurz ein Taxi rufen wollen, weil sie sich angeblich verfahren hätten.
Er lässt sie schließlich rein und bietet an, dass sie ihre Klamotten im Trockner…naja, trocknen dürften.
Bis dahin ist ja noch alles harmlos. Doch dann beginnen die Damen um ihn herum zu schwirren, wie ein paar blutgeile Moskitos.
Erfolgreich und standhaft wehrt er sie ab.
Sie gehen schließlich duschen. In der Zwischenzeit sind die Klamotten trocken und das Taxi wartet vor der Türe.

Hier könnte der Film schon enden (wäre aber langweilig…).

Evan (Keanu Reeves) klopft also an die Badezimmertüre, mit der Kleidung der Beiden in der Hand. Der Taxifahrer wird ungeduldig, die Tussen kommen nicht raus und dann geschieht es.
Keanu öffnet die Türe (mit vorgehaltener Hand), wird dann aber weiter bedrängt von zwei knackigen, nackten und scharfen Frauen, das Taxi fährt weg…und dann gehts kurz zur Sache.
Natürlich bereut er es am nächsten Morgen (moralisches Dilemma und blablabla) und schmeisst die Beiden raus.

Hier könnte der Film erneut enden, doch es geht weiter.

Die Beiden kommen zurück, brechen ein und schlagen ihn nieder. Dann wacht er gefesselt auf. Eine der Beiden hat sich als Schülerin verkleidet und vergewaltigt ihn (er ist ans Bett gefesselt und hat Sex gegen seinen Willen), während die andere das Geschehen filmt. Sie drohen damit das Video ins Netz zu stellen und erpressen ihn.
Naja, aber sie wollen kein Geld, sondern ihm eine Lektion erteilen…
Den Rest seht ihr euch am Besten selbst an.

Es gibt ein paar hübsche nackte Tatsachen zu sehen und eine Menge Minuten die einen sehr mitleiden lassen. Irgendwie hat er es zwar verdient, andererseits hat er bis zu einem gewissen Punkt gut standgehalten (ohne das jetzt anzüglich zu meinen!)…aber wirklich mit dem Feuer gespielt! Die Ausgangsposition war schon so, das jeder verheiratete Mann die Alarmglocken hätte schrillen hören müssen, oder an irgendein Porno-Drehbuch (fehlte nur noch dass eine der beiden fragt warum da Stroh liegen würde…) hätte denken können.

Der „Held“ hätte sich einigen Ärger erspart, wenn er nicht doch noch nachgegeben hätte… oder auch nicht, denn die beiden Mädels sind echt durchgeknallt (im wahrsten Sinne des Wortes).

Trotz des geschilderten Fehltrittes hatte „Mann“ als Zuschauer doch während eines bedeutenden Teils des Films den Wunsch, dass die beiden Höllenschlampen am Ende qualvoll zu Tode kommen mögen.

Das blieb einem leider verwehrt! Was den Film paradoxerweise wiederum besser macht.
Zu sagen das dabei niemand zu Tode gekommen sei, wäre gelogen, immerhin gab es einen Toten, zwar streng genommen ein Unfall, doch eigentlich als direkte Folge des „Spiels“ dieser beiden Flittchen.

Sollte es jemals passieren dass man alleine ist und zwei Mädels, völlig durchnässt, im Regen vor der Türe stehen… dann sollte man die Türe kommentarlos wieder zu knallen und die Polizei rufen.

Der Film war auf alle Fälle gelungen, die Atmosphäre extrem unangenehm, Keanu Reeves offenbart unglaubliches schauspielerisches Talent (…er spielt eigentlich ziemlich lustig), die Mädels perfekt in ihren Rollen und ein Ende das in die Annalen (^^‘) der Filmgeschichte eingehen wird (oder auch nicht).

In jedem Fall einen Blick wert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.